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Halleluja mit Emotion, Feuer und Rhythmus

Glauben erlebbar machen

Chorleiter Bastian Pusch versucht in den Konzerten seines Gospelchores, die Botschaft des Glaubens auch über die Musik hinaus an die Menschen zu bringen: „Ich rede zwischen den Liedern. Ich erzähle Geschichten, predige im kleinen Sinne.“ Es nehme die Leute mit, sie gehen erfüllt nach Hause.

Der Gospelchor St. Lukas singt nicht nur, sondern setzt auch sorgfältig einstudierte Choreographien bei seinen Konzerten ein. Diese Stärke wollten die Chormitglieder nicht nur in ihrer Münchner Kirche zeigen – sondern auch darüber hinaus. Sie suchten etwas, bei dem nicht nur der Gesang ausschlaggebend ist, sondern auch alles außen herum. Deswegen nahmen sie an zahlreichen Wettbewerben teil. 2015 gewannen sie den BR-Klassik Wettbewerb „S(w)ing Hallelujah“ und 2017 den Bayerischen Chorwettbewerb in der Kategorie „Gospel“.

Klassik wird zu Gospel

Für den Wettbewerb „S(w)ing Hallelujah“ arrangierte Bastian Pusch das allseits bekannte „Hallelujah“ aus Händels „Messias“ neu – und komponierte Gospelmusik. Wie sich das anhört?

Singen ist out!?

Der Gospelchor St. Lukas findet immer mehr Anklang. Im letzten Jahr haben sich 60 neue Sängerinnen und Sänger beworben – doch der Chor hat nur 70 Plätze. Warum wollen so viele in Gospelchören singen? Die meisten haben keine Lust auf die „normalen Kirchenchöre“, sie wollen mehr Pop und Swing. Dieser Meinung ist zumindest Bastian Pusch: „Ich als Gospelchorleiter merke, dass viele zu uns kommen, weil sie irgendwie singen möchten, aber oft verloren sind und nicht wissen, wo sie hingehen sollen. Die haben eine diffuse Sehnsucht danach, zu singen, aber irgendwie auch Inhalte dabei zu haben. Und es soll auch nicht so verstaubt sein. Und die landen dann immer bei Gospelchören.“

Der Gospelchor St. Lukas ist einer von über 60 Gospelchören in München und Umgebung. Gospel steht also hoch im Kurs – und findet immer mehr Zuspruch.

 
Fotos: Rolf Demmel

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